Vor meiner Asien-Reise war ich so aufgeregt, dass gar nichts mehr ging. Weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste, hab ich meditiert. So war's:
Das gibt's ja gar nicht: Jetzt habe ich also zehn Minuten meditiert und
das Gefühl gehabt, das wären nur 2 gewesen. Krass. Und ich habe
tatsächlich vergessen, dass der Timer gehen wird. Schön. [Es war übrigens eine simple Atem-Meditation, während der ich - imaginiert - im Regen im Schneidersitz auf der Terasse meiner Eltern gesessen habe.]
Eigentlich
witzige Erkenntnis 1:
Etwas, das für andere in der Regel unangenehm ist, muss für mich noch lange
nicht unangenehm sein, ganz im Gegenteil. Regen zB.
Witzige Erkenntnis 2: Durch in ear-Kopfhörer während einer Meditation vom Umfeld abgestöpselt sein ist obersuper! Dank Dirk Beckmann [in diesem Video über seine Morgenroutine, 0:32-0:36] bin ich auf die Idee gekommen, währenddessen rainymood.com aufzurufen!
Witzige Erkenntnis 3: In Autosuggestion bin ich gut - aber das weiß ich
ja schon etwas länger [führe ich bei Gelegenheit mal aus]. In diesem Fall waren's die Regentropfen, die mir einzeln, kühl und nass durchs Gesicht und über die Lippen gelaufen sind.
Fazit: Danke, war gut - das werd ich jetzt öfter machen.
PS:
Das war übrigens der Originaltext, den ich mittels Text-to-speech von Notepad diktiert habe:
das gibt's ja gar nicht jetzt habe ich also zehn minuten meditiert und
das Gefühl gehabt das wären zwei Minuten gewesen krass und ich habe
tatsächlich vergessen dass der Timer gehen wird schön eigentlich
witzige Erkenntnis 1 das was für andere unangenehm ist ich noch lange
nicht unangenehm sein wegen z.b. Regen z.b. witzige Erkenntnis 2
vielmehr abgestöpselt vom Umfeld Kopfhörern Beckmann danke Dirk Beckmann
einzige Erkenntnis 3 in Autosuggestion ich bin gut in aber das weiß ich
ja schon etwas länger in diesem Fall waren es die Regentropfen dir
durchs Gesicht und über die Lippen gelaufen sind
[Ich übe gerade erst... -.-]
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26. April 2017
10. März 2015
Was kann ich tun?
Meine übliche Handlungsstrategie für Das Leben An Sich beinhaltet, sich eine Sache rundherum anzusehen, zu analysieren, was [für mich] passt und was nicht und an Hand von letzterem zu entscheiden, ob ich das ändern will UND kann und somit in Angriff nehme - oder eben nicht. Das hört sich nach Yogis und Gebeten [wiki] an, funktioniert für mich aber nicht nur bei Problemen, sondern auch für die [Verbesserung von] schönen Sachen. Ich passe mich gern an unverrückbare Gegebenheiten bestmöglich an, das ist so eine Art Ständiger Persönlicher Optimierungssport. Jedem seins, wa?
Mit Politik, Umwelt, Wissenschaft und Gesellschaft [ist das nicht alles eins? Ist nicht alles irgendwie eins?!] ist genau das nun leider schwierig für mich. Oder nicht im eigentlichen Sinne schwierig/schwer, sondern eher unbefriedigend, geradezu doppelbindend [wiki] unbehaglich. Ich schaue diverse Nachrichten, lese noch diversere Artikel on- und offline und bin so über viele Missstände wenigstens ansatzweise im Bilde. Vieles davon stört mich persönlich, auch, wenn ich [noch oder gar] nicht direkt von Auswirkungen betroffen bin.
Jede Erwähnung dieser mich anrührenden Themen löst nun den besagten Handlungsreflex in mir aus, ich möchte die Störung ausräumen oder verringern - wenigstens verändern! In diesem Sinne stellt sich mir die Frage in der Überschrift tatsächlich immerzu, täglich und ständig und mit wechselnder Betonung; jede einzelne der Varianten macht mich kurz über lang wild: WAS [!] kann ich tun... Und was kann ICH tun? Was KANN ich überhaupt tun? Was kann ich also TUN?!! - Drama, baby. [inneres]
Sind wir also wieder bei der Weisheit [?] angelangt, mit der Menschen Nachrichten sehen, Zeitung lesen und ... weiterleben. Hin und wieder etwas irgendwohin spenden, regelmäßig wählen gehen, bio kaufen und informierte Diskussionen mit den Kollegen beim Mittag über die Krim, Putin und den ganzen Rest führen. Mache ich alles, ist wahrscheinlich auch besser als nichts, befriedigt aber meinen eigenen inneren Drang Zu Ändern auf die Dauer nicht. Genug.
Ich konzentriere mich im Folgenden der eigenen Gesundheit wegen nur noch auf diese Art der Fragestellung:
Was kann ICH tun?
Selbstzentrierung, aber auch Selbstermächtigung, so what.
PS: Eine Reihe von Verwendungsmöglichkeiten für ausgelesene Bücher [lesen.net] abseits von Bibliotheksspende oder Tauschregal. Mein Favorit: Buchrücken als eBook-Reader-Hülle [blog.naehmarie.de]. <3
Mit Politik, Umwelt, Wissenschaft und Gesellschaft [ist das nicht alles eins? Ist nicht alles irgendwie eins?!] ist genau das nun leider schwierig für mich. Oder nicht im eigentlichen Sinne schwierig/schwer, sondern eher unbefriedigend, geradezu doppelbindend [wiki] unbehaglich. Ich schaue diverse Nachrichten, lese noch diversere Artikel on- und offline und bin so über viele Missstände wenigstens ansatzweise im Bilde. Vieles davon stört mich persönlich, auch, wenn ich [noch oder gar] nicht direkt von Auswirkungen betroffen bin.
Jede Erwähnung dieser mich anrührenden Themen löst nun den besagten Handlungsreflex in mir aus, ich möchte die Störung ausräumen oder verringern - wenigstens verändern! In diesem Sinne stellt sich mir die Frage in der Überschrift tatsächlich immerzu, täglich und ständig und mit wechselnder Betonung; jede einzelne der Varianten macht mich kurz über lang wild: WAS [!] kann ich tun... Und was kann ICH tun? Was KANN ich überhaupt tun? Was kann ich also TUN?!! - Drama, baby. [inneres]
Sind wir also wieder bei der Weisheit [?] angelangt, mit der Menschen Nachrichten sehen, Zeitung lesen und ... weiterleben. Hin und wieder etwas irgendwohin spenden, regelmäßig wählen gehen, bio kaufen und informierte Diskussionen mit den Kollegen beim Mittag über die Krim, Putin und den ganzen Rest führen. Mache ich alles, ist wahrscheinlich auch besser als nichts, befriedigt aber meinen eigenen inneren Drang Zu Ändern auf die Dauer nicht. Genug.
Ich konzentriere mich im Folgenden der eigenen Gesundheit wegen nur noch auf diese Art der Fragestellung:
Was kann ICH tun?
Selbstzentrierung, aber auch Selbstermächtigung, so what.
PS: Eine Reihe von Verwendungsmöglichkeiten für ausgelesene Bücher [lesen.net] abseits von Bibliotheksspende oder Tauschregal. Mein Favorit: Buchrücken als eBook-Reader-Hülle [blog.naehmarie.de]. <3
Labels:
gefrustet,
sophistisches,
umDenken,
verbesserungswürdig,
waskannICHtun
25. September 2014
PuttyFest - universell individuell
Dies ist quasi ein halb geklauter und darum auch nicht gemeldeter Beitrag zum PuttyFest [puttylike.com]. Wer
"zu viele" Interessen hat [z.B. Schlagzeug, Gesang, Schreiben und
physiologische Prozesse gleichzeitig], lese dort. Es erfreut.
A human being should be able to change a diaper, plan an invasion,
butcher a hog, conn a ship, design a building, write a sonnet, balance accounts,
build a wall, set a bone, comfort the dying, take orders, give orders, cooperate,
act alone, solve equations, analyze a new problem, pitch manure,
program a computer, cook a tasty meal, fight efficiently, die gallantly.
Specialization is for insects.
Robert A. Heinlein in Time Enough for Love
Ja, PuttyFest wie in "putty" = engl. für Knete, weil wegen allen möglichen Formen, vielfältiger Gestalt; auch wie in "Putter", dem Golfschläger [wiki], der universell einsetzbar ist und in vielen verschiedenen Ausführungen hergestellt wird.
PS: Hab' ich schon erwähnt, dass Reiten und Schlagzeug spielen sich wirklich ganz ausgezeichnet ergänzen, und vor allem, ähneln? Ja?! Ok, nicht dafür.
6. Mai 2014
#rp14 WTF?! oder: Warum gehe ich zur re:publica?
Ruediger hat mich quasi per Twitter aus der Ferne gefragt, warum ich Dinge tue, die ich tue:
Das lag damals aber im Wesentlichen daran, dass ich falsche Erwartungen hatte, wie ich witzigerweise kurz vor Ruedigers Frage mit mir selbst diskutiert hab. *g Ich hatte mir so eine Art Klassentreffen vorgestellt; und naja, für einige Leute ist es das wohl auch, aber genau das sind nach meiner Erfahrung diejenigen, die eben tatsächlich etwas "mit dem Internet machen", und zwar mit hinreichender Reichweite. Sei es als populärer oder "schon immer da"-Blog, sei es als Firmen-Social Media-Mensch, als Journalist oder als "Internet-Marke". Da genügt es mMn nicht, einen Blog oder Twitteraccount mit <100 Followern zu haben, um auf der re:publica "Leute" zu kennen und sich innerhalb der Gruppe als ihr Teil zu fühlen - was im Nachhinein für mich total logisch ist. Damals war ich enttäuscht, sah z.B. die Kaltmamsell und traute mich nicht, sie anzusprechen, bzw. war/bin ja kein "Fan", und was sagt man dann, wenn man sie liest und sie einen wahrscheinlich nichtmal kennt? War mir damals zu doof UND ich war dennoch enttäuscht, von mir und der Welt. So inkonsistent bin ich eben manchmal.
ABER: Ich bin überzeugt davon, dass "das Internet" ein schützenswerter Raum [ob es zur Zeit überhaupt noch heil ist, kann man sicher streiten] und Grundlage unserer Gesellschaftsinfrastruktur ist, und wenn letzteres vielleicht noch nicht heute, so aber doch sehr, sehr bald. Sagte zumindest Gunter Dueck schonanno dazumal in seiner Session auf der re:publica 11 mit dem Titel Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem [youtube.com], und ich teile seine Meinung.
Klaro sind wohl geschätzt 80% der Besucher zumindest teilweise beruflich dort, aber ich als Mensch bin doch [Rebekka. Und alles.] an allem und, wenn auch erst seit relativ kurzer Zeit, auch politisch interessiert, am Kollektiv genauso wie am Individuum. Nicht nur aus diesem Grund hab ich jetzt zusätzlich ein jahresbegrenztes Zweitblog! Und nur, weil es in meinem Blog nichts politisches oder sonstwie ernsthaftes zu lesen gibt und ich eine Vorzeigefreizeitbloggerin bin, heißt das ja noch lange nicht, dass solcherlei Bereiche mich nicht interessieren :).
Das Angebot ist einfach riesig und es fiel mir heute wirklich schwer, mich pro Uhrzeit zwischen je drei für mich interessanten Sessions zu entscheiden. Ich frage also anders:
Wie kann ich [und ja, das ist total subjektiv] nicht zur re:publica nach Berlin?! :)
fragt sich schon seit Tagen, was man als nicht politischer Blogger aka.Freizeitblogger auf der #rp14 anstellt-@rebekka_m Du wirst gebraucht
— ruediger (@1ninesixthree) May 6, 2014
Die Frage ist in meine Richtung natürlich zunächst gar nicht unsinnig, und 2012, als ich das erste Mal auf der re:publica war, dachte ich das währenddessen [und hinterher...] auch. Also, dass ich da ein kleines bisschen fehl am Platz bin.Das lag damals aber im Wesentlichen daran, dass ich falsche Erwartungen hatte, wie ich witzigerweise kurz vor Ruedigers Frage mit mir selbst diskutiert hab. *g Ich hatte mir so eine Art Klassentreffen vorgestellt; und naja, für einige Leute ist es das wohl auch, aber genau das sind nach meiner Erfahrung diejenigen, die eben tatsächlich etwas "mit dem Internet machen", und zwar mit hinreichender Reichweite. Sei es als populärer oder "schon immer da"-Blog, sei es als Firmen-Social Media-Mensch, als Journalist oder als "Internet-Marke". Da genügt es mMn nicht, einen Blog oder Twitteraccount mit <100 Followern zu haben, um auf der re:publica "Leute" zu kennen und sich innerhalb der Gruppe als ihr Teil zu fühlen - was im Nachhinein für mich total logisch ist. Damals war ich enttäuscht, sah z.B. die Kaltmamsell und traute mich nicht, sie anzusprechen, bzw. war/bin ja kein "Fan", und was sagt man dann, wenn man sie liest und sie einen wahrscheinlich nichtmal kennt? War mir damals zu doof UND ich war dennoch enttäuscht, von mir und der Welt. So inkonsistent bin ich eben manchmal.
ABER: Ich bin überzeugt davon, dass "das Internet" ein schützenswerter Raum [ob es zur Zeit überhaupt noch heil ist, kann man sicher streiten] und Grundlage unserer Gesellschaftsinfrastruktur ist, und wenn letzteres vielleicht noch nicht heute, so aber doch sehr, sehr bald. Sagte zumindest Gunter Dueck schon
Klaro sind wohl geschätzt 80% der Besucher zumindest teilweise beruflich dort, aber ich als Mensch bin doch [Rebekka. Und alles.] an allem und, wenn auch erst seit relativ kurzer Zeit, auch politisch interessiert, am Kollektiv genauso wie am Individuum. Nicht nur aus diesem Grund hab ich jetzt zusätzlich ein jahresbegrenztes Zweitblog! Und nur, weil es in meinem Blog nichts politisches oder sonstwie ernsthaftes zu lesen gibt und ich eine Vorzeigefreizeitbloggerin bin, heißt das ja noch lange nicht, dass solcherlei Bereiche mich nicht interessieren :).
Habe häufig Gedanken, bei denen ich dann denke, ach, die kann ich "nirgendwo" posten, das passt da und da und da nicht hin/rein. Ihr auch?
— Rebekka Malten (@rebekka_m) April 12, 2014
Die re:publica verbindet mittlerweile tatsächlich den überwiegenden Teil meiner Interessen, deswegen fühlte ich mich heute auch so derartig wohl dort. Es gibt politische Talks, Sessions zur Sicherheit des Netzes, sonstige "Internet-Relevanz" und Unterhaltsames mit Funfaktor. Heute war's für mich z.B. ein sautoller erster Tag mit einem Interview mit der WikiLeaks-Journalistin Sarah Harrison [wiki], die zur Zeit nicht nach UK zurückkehrt/zurückkehren kann, einem eindringlichen Talk für MEHR Verschlüsselung und Krypto-Bewusstsein in der breiten Masse der Bevölkerung, noch einem Interview [durchgeführt von der Deutschen Welle] mit und zwischen einer russischen und einer ukrainischen Journalistin zur Berichterstattung in der Ukraine und nicht zuletzt Sascha Lobos "Rede zur Lage der Nation" [wie immer großes Kino, Post von Kiki dazu hier [e13.de], Originalrede: s. Internet, ihr findet das schon].Das Angebot ist einfach riesig und es fiel mir heute wirklich schwer, mich pro Uhrzeit zwischen je drei für mich interessanten Sessions zu entscheiden. Ich frage also anders:
Wie kann ich [und ja, das ist total subjektiv] nicht zur re:publica nach Berlin?! :)
5. Februar 2014
Achtung, Achtung, eine Durchsage!
Ein Blog ist nicht genug?! Genau. Ein Teil meines diesjährigen Outputs wird unter Rebekka 2014 stattfinden, warum und weshalb erfahrt ihr dort [kommt bitte mit - schreibt mir eine eMail!]. Ich suche und hoffe zu finden.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
10. November 2013
WE? Ich habe fertig.
Ich wollte erst nölen: Nix geschafft und das Wochenende ist schon wieder vorbei, alles doof und ich mittendrin. Aber dann hab' ich mir den Spaß gemacht, aufzuschreiben, WAS ich denn konkret alles gemacht/geschafft habe, und dann war es doch viel.
Wirklich nicht geschafft:
Alle vorhandenen Fotos auf externer Festplatte vereinigen
Zwei wichtige eMails schreiben
Regal mit Wust aufräumen/aussortieren
mit Freundin J. skypen
ABER
Freitag:
In der Demenz-Tagesstätte eine Rekordmenge an Patienten umsorgt und belustigt
Gesangsunterricht genossen
Sonderreitstunde auf "Zweitpferd" wegen Scheiß-Rechtsgalopp genommen
Mit ihm zusammen Wocheneinkauf erledigt
Samstag:
Vor dem Frühstück gelaufen
Reitschuhe und Stiefelschäfte geputzt und gewienert
ALLE Oberteile aus meinem Schrank heraus- und nur ca. die Hälfte wieder eingeräumt
An fünf Klamotten rumgenäht, die SEIT JAHREN auf's Näh-Engagement meinerseits warteten
Sonntag:
gewaschen und aufgehängt wie eine Blöde
online-Versandsachen wieder zusammengepackt
Abends gelaufen
Also, das war beispielhaft mein WE - und wenn's dir [oder mir] bei einem der nächsten WEs auch wieder so geht, dann denkste zurück und weißte Bescheid!
PS: Ich hatte es schon getwittert, aber die Maus mit dem Keks [youtube.com] ist einfach groß! [NIEMALS aufgeben.]
Wirklich nicht geschafft:
Alle vorhandenen Fotos auf externer Festplatte vereinigen
Zwei wichtige eMails schreiben
Regal mit Wust aufräumen/aussortieren
mit Freundin J. skypen
ABER
Freitag:
In der Demenz-Tagesstätte eine Rekordmenge an Patienten umsorgt und belustigt
Gesangsunterricht genossen
Sonderreitstunde auf "Zweitpferd" wegen Scheiß-Rechtsgalopp genommen
Mit ihm zusammen Wocheneinkauf erledigt
Samstag:
Vor dem Frühstück gelaufen
Reitschuhe und Stiefelschäfte geputzt und gewienert
ALLE Oberteile aus meinem Schrank heraus- und nur ca. die Hälfte wieder eingeräumt
An fünf Klamotten rumgenäht, die SEIT JAHREN auf's Näh-Engagement meinerseits warteten
Sonntag:
gewaschen und aufgehängt wie eine Blöde
online-Versandsachen wieder zusammengepackt
Abends gelaufen
Also, das war beispielhaft mein WE - und wenn's dir [oder mir] bei einem der nächsten WEs auch wieder so geht, dann denkste zurück und weißte Bescheid!
PS: Ich hatte es schon getwittert, aber die Maus mit dem Keks [youtube.com] ist einfach groß! [NIEMALS aufgeben.]
7. Oktober 2013
Ein Mittag.
Mittlerweile denke ich, dass ich ein bisschen seltsam bin. Oder werde. Man liest das ja immer so in Büchern, dass Protagonisten sich von der Welt dissoziiert fühlen und Situationen dann zynisch-sarkastisch aus sich selbst heraus [überaus unterhaltsam für die Leserin] in sich selbst kommentieren. Nun, das hat sich bei mir auch so eingeschlichen in letzter Zeit. Bloß, dass ich keine Protagonistin im eigentlichen Sinne bin.
Ein Beispiel, damit ich's mir später auch glaube [und weswegen das Thema just so übermächtig in meinem Kopf aufgeploppt ist]:
Ich habe mit großem Vergnügen und Bedauern In Plüschgewittern von Wolfgang Herrndorf zu Ende gelesen. Die Sprache von Herrndorf ist sowieso genau meins, und in diesem Buch ist der Held auch noch so furchtbar sonderlich authentisch… Echt super. Hab's gestern angefangen und heute beendet, quasi in einem Rutsch.
Weil ich nunmal gern meine Ruhe habe, wenn ich lese, bin ich auf der Arbeit zum Mittagessen in die 3. Café-Bar ‚oben links’ gegangen. [Derer gibt es eben drei und wir sind ca. 3oo Leute im Institut. Heimsuchungsfrequenz kann sich also jede lebhaft ausmalen.] Hab’ den Zwiebelkuchen vom gestrigen Event in die Mikrowelle getan und vorher schon mein Buch und den Pott mit dem Kaffee an den bevorzugten Platz am Tisch gelegt. Das mit der Mikrowelle wollte nicht so ganz, ich hatte schon fast wie ein richtiger Panzerknacker alle Reihenfolgenkombinationen von Wattzahltaste, Uhrdrehrad und Startknopf durchprobiert - zum Glück rettete mich eine, die vorbeikam und sagte Es geht doch eiigentlich ganz einfach? … - und so ging es denn auch. Tse.
Gut, ich setzte mich also ziemlich genau zwei Minuten später mit heißem, aber matschigem Zwiebelkuchen [Mikrowelle!] an meinen Platz am Tisch und fing an, zu essen und zu lesen. Kollegen kamen dann und wann in Grüppchen rein, holten Kaffee, schauten herüber, sagten nichts, gingen in oder zu Gruppen wieder raus. Ein anderer setzte sich neben mich und aß seinen Mikrowellenfr äh, sein Essen, guckte nicht, sprach nicht mit mir, kein Mahlzeit!, nix - aber als er nach ~2o Minuten fertig war und ging, sagte er Tschüß. - witzig, oder?!
Auch aus meiner Abteilung kam eine mit anderen vorbei. Normalerweise isst ‚man’ bei uns entweder in der Kantine oder wie im Jugendzeltlager am runden Tisch mit vorigem Supermarkt-Einkauf oder aber zumindest als Halb-Spalter mit anderen Leuten aus anderen Abteilungen irgendwo anders im Institut. Die Verhaltensweise Sozialnerd [essen vor dem Monitor bei geschlossener Bürotür] wird selbstverständlich auch stillschweigend toleriert. Aber der Blick, der mich heute traf - ich bildete mir die Bände ein, die im Stillen gesprochen wurden.
Und dann musste ich auch noch dann und wann beim Lesen schmunzeln oder gar lachen, weil es ZU gut geschrieben war… Und fühlte mich innerhalb dieser ganzen Nerds so furchtbar noch-ganz-anders-nerdig und überhaupt. - Ob das jetzt ausreichend mein inneres seltsam-Gefühl beschreibt?
Hm.
PS: Gibt es eigentlich gute Rezepte mit viel Baileys? Ich habe da was loszuwerden.
Hm.
PS: Gibt es eigentlich gute Rezepte mit viel Baileys? Ich habe da was loszuwerden.
15. September 2013
Mag keinen Multisaft, aber -tasking: Ich.
Wenn ich nicht viele verschiedene Dinge [relativ] gleichzeitig mache, wird mir schnell langweilig. Wenn ich versuche, insgesamt zu fokussieren und vor allem zu reduzieren, schaffe ich ziemlich bald gar nichts mehr. Und es geht mir eben noch nicht mal unbedingt besser dabei, ich fühle mich vor allem überhaupt nicht wohler oder bin entspannter! Wenn ich die Dinge, die ich tun will, immer nur so lange mache, wie ich Lust dazu habe, und dann ohne schlechtes Gewissen [!] zu etwas anderem wechsle, geht's mir viel besser, als wenn ich bis in die Langeweile hinein mache und dann erstmal gelangweilt im Netz rumklicke. UND ICH SCHAFFE MEHR!
Ja, klar: Wir können eigentlich gar nicht multitasken, der Mensch als solches ist dafür nicht ausgelegt; es gibt Aufgaben, die unbedingten Fokus über längere Zeit erfordern, um sie überhaupt bewältigen zu können - weiß ich alles. Meine eigene, persönliche Erfahrung ist aber anders. Ich komme nämlich, wenn ich mich geistig langweile, definitiv überhauptgarnienicht in irgendwelcheauchimmer Arbeit rein. Fakt. Und wenn ich etwas wirklich will, fange ich auch immer wieder damit an, WENN gilt: ich habe beim letzten Mal halbwegs motiviert damit aufgehört.
Das gilt natürlich prinzipiell auch für die Dinge, die ich tun muss. Bloß kann ich mir da nicht aussuchen, aus welchem Pool ich was als nächstes wähle. Da zwinge ich mich halt zum Anfangen und wenigstens ein bißchen Durchhalten, aber wenn es unerträglich wird, mache ich erstmal was anderes und lasse mein Unterbewusstsein daran weiterknurpsen. [Ja, knurpsen.] Das ist darin ganz gut, deshalb klappt das meistens.
Und jetzt höre ich endlich damit auf, diese meine Art innerlich ständig als ungesund/unproduktiv/Blödsinn abzutun. So bin ich halt. Und es funktioniert ja.
PS: Der ultimative Trick, wie man klitzekleine Seifenstückchen doch noch bis zum Letzten aufbraucht, ohne dass es kompliziert wird? Einfach nass machen und auf die neue [ebenfalls nasse] Seife kleben. Tataaa!
Ja, klar: Wir können eigentlich gar nicht multitasken, der Mensch als solches ist dafür nicht ausgelegt; es gibt Aufgaben, die unbedingten Fokus über längere Zeit erfordern, um sie überhaupt bewältigen zu können - weiß ich alles. Meine eigene, persönliche Erfahrung ist aber anders. Ich komme nämlich, wenn ich mich geistig langweile, definitiv überhauptgarnienicht in irgendwelcheauchimmer Arbeit rein. Fakt. Und wenn ich etwas wirklich will, fange ich auch immer wieder damit an, WENN gilt: ich habe beim letzten Mal halbwegs motiviert damit aufgehört.
Das gilt natürlich prinzipiell auch für die Dinge, die ich tun muss. Bloß kann ich mir da nicht aussuchen, aus welchem Pool ich was als nächstes wähle. Da zwinge ich mich halt zum Anfangen und wenigstens ein bißchen Durchhalten, aber wenn es unerträglich wird, mache ich erstmal was anderes und lasse mein Unterbewusstsein daran weiterknurpsen. [Ja, knurpsen.] Das ist darin ganz gut, deshalb klappt das meistens.
Und jetzt höre ich endlich damit auf, diese meine Art innerlich ständig als ungesund/unproduktiv/Blödsinn abzutun. So bin ich halt. Und es funktioniert ja.
PS: Der ultimative Trick, wie man klitzekleine Seifenstückchen doch noch bis zum Letzten aufbraucht, ohne dass es kompliziert wird? Einfach nass machen und auf die neue [ebenfalls nasse] Seife kleben. Tataaa!
25. Juni 2013
Da ist doch noch ... Verbesserungspotential?!
Die Kirchenuhr schlägt 9 und ich hab'nen Hals.
Am 27.3.2013 bekam ich eine Überweisung zur Radiologin zwecks Röntgnung *g meiner HWS. Es gab keinen besonderen Grund dazu - außer meiner Besorgnis, beim Chiropraktiker des Vertrauens beim Einknuspern des Halses Schaden zu nehmen [für den ich dann qua Unterschrift ja auch noch eigenverantwortlich wäre, btw!]. Achso, und ausdauerndes Geigespielen in den letzten 25 Jahren in langjährig falscher Haltung.
Ich dachte noch bei mir: Überweisungen, ... war da nicht was mit "nur im jeweiligen Quartal gültig"? Aber ich beruhigte mich schnell selbst, das könnte ja heutzutage wohl nicht mehr gelten; denn dann hätte ich ja nur noch vier Tage Zeit - wovon in diesem März zwei auf's Wochenende entfielen und ich also demensprechend am nächsten oder übernächsten Tag, welcher ein Freitag, also bei den meisten Ärzten nur vormittags besetzt ist, hätte hingehen können. Oder einen Termin bekommen. Was beides gleichermaßen lächerlich schien, ich und die Ärztin sind schließlich vielbeschäftigt. Außerdem gab und gibt es ja keinerlei akute Schmerzen, die mich drängten.
Ich ging also, nachdem ich mich vergewissert hatte, dass ich dafür keinen Termin benötigte, heute früh an einem regnerischenSommert Junitag um 8.2o an meinem freien Tag zum Radiologen. Man bemerke den Fehler. Die Sprechstundenfrau an der Pforte bemerkte ihn nicht. [Ich ja auch nicht.] Ich wurde sitzen geheißen und begann zu lesen [amazon, nicht affiliate].
Nach etwa 2o Minuten des vergnüglichen Lesens wurde ich zum Tresen gerufen und freute mich schon ob der baldigenSegnu Röntgnung [Ich <3 dieses Wort! ... gibt es das überhaupt? *g]. Da. Passierte es. Die Sprechstundenfrau schaute mich von hinter der Absperrung stehend an, als wäre ich dumm: Sie können mit solch alten Überweisungen nicht mehr hier herkommen. [Doch, kann ich offensichtlich. *grrrrr] Die ist ja noch aus dem vorletzten Quartal!1elf Anklagend wurde mir meine Versichertenkarte zusammen mit der Überweisung über den Tresen entgegengestreckt.
Ich: Ach, ich hatte gedacht, das würde heutzutage nicht mehr gelten... Na gut, schade. Die Überweisung? - die können Sie einfach wegschmeißen... die brauche ich ja offensichtlich nicht mehr. Versichertenkarte ab ins Portemonnaie, Verstauen in der Tasche. Hin zum Kleiderständer, Jacke anziehen. Alles unter den Blicken von ~12 im Empfangsraum [der gleichzeitig Wartezimmer ist] wartenden Menschen. Dann fiel mir etwas ein und ich ging zurück zum Verkündigungsort/Tresen: Also ist das tatsächlich so, dass die Überweisungen nur im jeweiligen Quartal gelten? Ich hätte noch im März hier herkommen müssen? Sie nickte. Ich ... weiß nicht mehr, wie ich guckte. Ich ging dann jedenfalls zur Tür und sagte freundlich [ganz in echt, für die Regeln kann sie ja nix] Tschüüß!
Sie grüßte jedoch nicht zurück. Ich grüßte nochmals. Sie dann doch. Daher der Hals. Und ein bisschen auch vom blöd angeguckt werden.
Und vom --> Ja ist denn das die Möglichkeit?!! Kann von den Ärzten nicht einfach eine Überweisung, gültig für drei Monate ab Ausstellung, ausgestellt werden? Was spricht dagegen? Dass die Abrechnungen immer noch mit dem Stift zwischen denFüß Fingern krampfhaft per mühsamem Kopfrechnen bearbeitet werden? Häh? HÄH?! Genauso, wie es EINE WOCHE dauert, bis digitale [!] Röntgenaufnahmen vom Radiologen zur - ohne Übertreibung/Minderung - 250m entfernten Hausarztpraxis gelangen??! Also, Ärztewesen, jetzt mal ernsthaft.
PS: Warum heißen Jeans eigentlich Jeans? Ist doch klar: weil nicht-Muttersprachler ihnen nicht bekannte Worte falsch aussprechen. *g Total cool: Jeans = Gênes = frz. für Genua, denn da kamen die ersten Baumwollhosen für Arbeiter her. Englisch ausgesprochen allerdings eben "Jeans". - Und weiter: Der Strauss Levi, der alte Trendsetter, setzte noch einen drauf: Sein Baumwollstoff [frz. serge] für die beliebten Hosen kam aus der Gegend um die Stadt Nîmes - war also "Serge de Nîmes". Seine Jeans hießen demnach "De Nîmes"-Jeans... Denim Jeans!
[Quelle: Jeans [wiki]]
Am 27.3.2013 bekam ich eine Überweisung zur Radiologin zwecks Röntgnung *g meiner HWS. Es gab keinen besonderen Grund dazu - außer meiner Besorgnis, beim Chiropraktiker des Vertrauens beim Einknuspern des Halses Schaden zu nehmen [für den ich dann qua Unterschrift ja auch noch eigenverantwortlich wäre, btw!]. Achso, und ausdauerndes Geigespielen in den letzten 25 Jahren in langjährig falscher Haltung.
Ich dachte noch bei mir: Überweisungen, ... war da nicht was mit "nur im jeweiligen Quartal gültig"? Aber ich beruhigte mich schnell selbst, das könnte ja heutzutage wohl nicht mehr gelten; denn dann hätte ich ja nur noch vier Tage Zeit - wovon in diesem März zwei auf's Wochenende entfielen und ich also demensprechend am nächsten oder übernächsten Tag, welcher ein Freitag, also bei den meisten Ärzten nur vormittags besetzt ist, hätte hingehen können. Oder einen Termin bekommen. Was beides gleichermaßen lächerlich schien, ich und die Ärztin sind schließlich vielbeschäftigt. Außerdem gab und gibt es ja keinerlei akute Schmerzen, die mich drängten.
Ich ging also, nachdem ich mich vergewissert hatte, dass ich dafür keinen Termin benötigte, heute früh an einem regnerischen
Nach etwa 2o Minuten des vergnüglichen Lesens wurde ich zum Tresen gerufen und freute mich schon ob der baldigen
Ich: Ach, ich hatte gedacht, das würde heutzutage nicht mehr gelten... Na gut, schade. Die Überweisung? - die können Sie einfach wegschmeißen... die brauche ich ja offensichtlich nicht mehr. Versichertenkarte ab ins Portemonnaie, Verstauen in der Tasche. Hin zum Kleiderständer, Jacke anziehen. Alles unter den Blicken von ~12 im Empfangsraum [der gleichzeitig Wartezimmer ist] wartenden Menschen. Dann fiel mir etwas ein und ich ging zurück zum Verkündigungsort/Tresen: Also ist das tatsächlich so, dass die Überweisungen nur im jeweiligen Quartal gelten? Ich hätte noch im März hier herkommen müssen? Sie nickte. Ich ... weiß nicht mehr, wie ich guckte. Ich ging dann jedenfalls zur Tür und sagte freundlich [ganz in echt, für die Regeln kann sie ja nix] Tschüüß!
Sie grüßte jedoch nicht zurück. Ich grüßte nochmals. Sie dann doch. Daher der Hals. Und ein bisschen auch vom blöd angeguckt werden.
Und vom --> Ja ist denn das die Möglichkeit?!! Kann von den Ärzten nicht einfach eine Überweisung, gültig für drei Monate ab Ausstellung, ausgestellt werden? Was spricht dagegen? Dass die Abrechnungen immer noch mit dem Stift zwischen den
PS: Warum heißen Jeans eigentlich Jeans? Ist doch klar: weil nicht-Muttersprachler ihnen nicht bekannte Worte falsch aussprechen. *g Total cool: Jeans = Gênes = frz. für Genua, denn da kamen die ersten Baumwollhosen für Arbeiter her. Englisch ausgesprochen allerdings eben "Jeans". - Und weiter: Der Strauss Levi, der alte Trendsetter, setzte noch einen drauf: Sein Baumwollstoff [frz. serge] für die beliebten Hosen kam aus der Gegend um die Stadt Nîmes - war also "Serge de Nîmes". Seine Jeans hießen demnach "De Nîmes"-Jeans... Denim Jeans!
[Quelle: Jeans [wiki]]
13. Juni 2013
Gedanken - Los!
Ja, gedankenlos sind Menschen manchmal. Ich auch bisweilen. Heute an der Kasse in der Schlange, als ich total genervt von der Arbeit richtig wütend in mir drin wurde, bloß weil eine ältere Frau [so'ne Omma mit Krücke!] aasig langsam einhändig ihre 137 Sachen auf's Band legte und dann einfach nichts davon wieder einpackte, sondern super-umständlich bezahlte und danach erstmal ihr Rückgeld im Portemonnaie verstaute. Eben auch einhändig, Krücke, ne? Ich hab' sogar schon mit dem Fuß gewippt und leise vor mich hin gestöhnt vor lauter ätz-Faktor.
Noch Beispiele:
Die leere Klorolle einfach im Klo auf den Boden fallen lassen, weil es unvorstellbar scheint, dass der Pappring auch Papier ist und somit zu den Papierhandtüchern in den Müll im Vorraum kann [wobei der ja leider auch mit dem ganzen anderen Müll ungetrennt in einen großen blauen Sack kommt -.-].
Den Binden- und Tamponauffangbehälter in nahezu allen öffentlichen Klos rechts hinten aufstellen, so dass für den Fall, dass einer Rechtshänderin doch mal hintenrum abputzen muss, definitiv die Hand angehauen wird.
Nicht blinken vor'm Abbiegen - "Was interessiert's die Sau hinter mir, wo ich hin will?!".
Die Empfangsdame, die sich telefonisch bei mir beschwerte, dass "die Praktikanten so dermaßen nerven", und ebenjene doch wohl ein paar Meter neben ihr saßen und zwar kein Deutsch können, aber vielleicht "nerven" und "nerve" aus dem Englischen bei ihrem Tonfall assoziieren konnten.
In der Innenstadt nach der Party krass laut labernd und kreischend nach Hause gehen, obwohl ab dem ersten Stock meist Leute wohnen, die um 4.3o schon schlafen. Also, geschlafen haben.
Das macht man ja alles nicht mit Absicht. Ich das unübersehbare Ärgern über die Alte auch nicht. Und die Schlange wurde immer länger und passiv aggressiver. Plötzlich schoss mir aber durch den Kopf: Und wenn ich später mal selbst da vorn stehe und nestele? - Ist doch alles kacke... Ich hab' also wirklich ganz in echt tief durchgeatmet, meinen Einkaufswagen zur Seite geschoben und bin grimmig entschlossen an der Kassiererin [und der wartenden Kundin vor mir] vorbei bis zu der alten Frau gegangen und hab' sie forsch gefragt: "Darf ich Ihnen beim Einpacken helfen?" Ihr "Ja" gerade noch so abwartend hab' ich dann einfach das ganze Zeug zügig und halbwegs sinnvoll geordnet in ihre drei Tüten geschaufelt und sie noch gefragt, ob sie draußen jemanden zum Tragen hat. Hatte sie angeblich, also war mein Auftrag mit dem Verstauen der prallen Taschen im Wagen abgearbeitet. Beinahe hätte ich demonstrativ meine Hände aneinander ausgeklopft. Die ganze Schlange hinter mir wirkte erleichtert, die Kassiererin hat sich sogar bedankt. Und ich bin mordsfroh, dass ich mich mal zusammengerissen hab.
Für mehr Zusammenriss.
PS: Ein großartiger TED-Talk: Amy Cuddy - Your body language shapes who you are [youtube.com]. Naja, eigentlich sind fast alle TEDs super, aber dieser hier ist sehr bedeutsam im Sinne von meaningful. Es sind nur ~20 Minuten, die in einem Auftrag münden, den auszuprobieren auch nur 2 Minuten dauert. Sollte sich jeder mal antun!
Noch Beispiele:
Die leere Klorolle einfach im Klo auf den Boden fallen lassen, weil es unvorstellbar scheint, dass der Pappring auch Papier ist und somit zu den Papierhandtüchern in den Müll im Vorraum kann [wobei der ja leider auch mit dem ganzen anderen Müll ungetrennt in einen großen blauen Sack kommt -.-].
Den Binden- und Tamponauffangbehälter in nahezu allen öffentlichen Klos rechts hinten aufstellen, so dass für den Fall, dass einer Rechtshänderin doch mal hintenrum abputzen muss, definitiv die Hand angehauen wird.
Nicht blinken vor'm Abbiegen - "Was interessiert's die Sau hinter mir, wo ich hin will?!".
Die Empfangsdame, die sich telefonisch bei mir beschwerte, dass "die Praktikanten so dermaßen nerven", und ebenjene doch wohl ein paar Meter neben ihr saßen und zwar kein Deutsch können, aber vielleicht "nerven" und "nerve" aus dem Englischen bei ihrem Tonfall assoziieren konnten.
In der Innenstadt nach der Party krass laut labernd und kreischend nach Hause gehen, obwohl ab dem ersten Stock meist Leute wohnen, die um 4.3o schon schlafen. Also, geschlafen haben.
Das macht man ja alles nicht mit Absicht. Ich das unübersehbare Ärgern über die Alte auch nicht. Und die Schlange wurde immer länger und passiv aggressiver. Plötzlich schoss mir aber durch den Kopf: Und wenn ich später mal selbst da vorn stehe und nestele? - Ist doch alles kacke... Ich hab' also wirklich ganz in echt tief durchgeatmet, meinen Einkaufswagen zur Seite geschoben und bin grimmig entschlossen an der Kassiererin [und der wartenden Kundin vor mir] vorbei bis zu der alten Frau gegangen und hab' sie forsch gefragt: "Darf ich Ihnen beim Einpacken helfen?" Ihr "Ja" gerade noch so abwartend hab' ich dann einfach das ganze Zeug zügig und halbwegs sinnvoll geordnet in ihre drei Tüten geschaufelt und sie noch gefragt, ob sie draußen jemanden zum Tragen hat. Hatte sie angeblich, also war mein Auftrag mit dem Verstauen der prallen Taschen im Wagen abgearbeitet. Beinahe hätte ich demonstrativ meine Hände aneinander ausgeklopft. Die ganze Schlange hinter mir wirkte erleichtert, die Kassiererin hat sich sogar bedankt. Und ich bin mordsfroh, dass ich mich mal zusammengerissen hab.
Für mehr Zusammenriss.
PS: Ein großartiger TED-Talk: Amy Cuddy - Your body language shapes who you are [youtube.com]. Naja, eigentlich sind fast alle TEDs super, aber dieser hier ist sehr bedeutsam im Sinne von meaningful. Es sind nur ~20 Minuten, die in einem Auftrag münden, den auszuprobieren auch nur 2 Minuten dauert. Sollte sich jeder mal antun!
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