tl;dr
Ich möchte unbedingt mehr darüber lernen und wissen, wie man Menschen davon überzeugen kann, zu handeln, sich zu ändern oder eben auch zu lernen. Help, please?
In 2014, als ich meine Aufgaben verändern und einen neuen und für mich besser geeigneten Job finden wollte, dachte ich, dass Aufklärung und Information das allerwichtigste sind. Denken hilft! Wann immer ich selbst nämlich etwas erhellendes erfahren bzw. wirklich verstanden habe, fällt es mir deutlich schwerer, nicht danach zu handeln. Das war der Hauptgrund [neben der allgemeinen Lust am Schreiben], warum ich mich in dem Jahr für Ausbildungen im und den politischen und wirtschaftlichen Journalismus ganz allgemein interessiert habe. Abseits vom "Fanget bei den Kindern an"-Gedanken [den ich natürlich auch schon hatte] wäre recherchieren und öffentliches Schreiben ja tatsächlich die sicherste Art und Weise, die Welt ein Stück besser zu machen!
Im Moment lese ich von Andrea Wulf Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur, ein Buch, das mir aus ziemlich vielen verschiedenen Gründen wahnsinnig gut gefällt. Von Humboldt [wiki] hat bereits im 19. Jahrhundert geradezu abartig viele Zusammenhänge innerhalb der gesamten Natur [der WELT!1] aufgedeckt und beschrieben. Er war ein Anhänger der Aufklärung und daher wohl davon überzeugt, mit Vernunft und Informationen die Menschheit zu Einsichten und Veränderungen zu bewegen. [Er kommt in dem Buch überhaupt nicht "weltverbesserisch" rüber, hadert aber schon des öfteren mit allem möglichen Unverstand...] Im Buch wird allerdings deutlich, dass er zB in Bezug auf die Umweltzerstörungen durch Siedler/Kolonialisierung/frühen Formen einer "Globalisierung", auf die er bei seinen großen Weltreisen quasi überall stieß, durch die reinen Beschreibungen der Folgen praktisch keinerlei Umdenken anstoßen konnte.
Mittlerweile habe ich auch eingesehen, dass reines Informieren = Aufklären einfach nichts bringt. Menschen wissen heute ja zB auch alle um das Leid von Tieren in Massentierhaltung und essen trotzdem Fleisch, Eier, Käse und Fisch. Auch ich bin noch keine Veganerin und esse weiterhin Käse, Eier, Milch etc., ich will mich davon überhaupt nicht ausschließen. Aber welche Faktoren sind es dann, die tatsächlich zu positiven Veränderungen führen? Welche Gründe bewegen eine dazu, "es" eben doch anzugehen und die eigenen Handlungsbarrieren zu durchbrechen?
Es gibt im Wesentlichen zwei verschiedene Arten von Motivation: zum einen die intrinsische, also die eigene, aus dem Inneren kommende, zum anderen die extrinsische Form, bei der die Anreize von außen eingesteuert werden. [Hier in ausführlich der Wiki-Artikel zum Thema Motivation.] Afaik [wiki] ist die intrinsische eigentlich die bessere Motivation, weil sie dauerhafter und robuster möglichen Hindernissen die Stirn bieten kann.
Warum schreibe ich das hier also? Ich will bei mir selbst und anderen immer möglichst die intrinsische Motivation "wecken" [... ist sie dann nicht doch extrinsisch und wir landen irgendwie in Eschers Treppenhaus? Hm.]. Ja, ich weiß, das ist ein riesiges Forschungsfeld usw. usf. etc. pp. Aber jetzt kommst du:
Kennst du Informationsquellen zum Thema, die auch für auf diesem Gebiet unstudierte Laien wie mich gut verständlich sind? Hast du Input anderer Art für mich?
Ich freue mich sehr über Kommentare!
PS: Dieses Thema ist in wirklich allen Bereichen für mich relevant - sei es auf der Arbeit, im Weltverbesserungskontext [Sinn des/meines Daseins] oder auch für die Erreichung meiner eigenen persönlichen Ziele.
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30. April 2017
2. April 2017
Veggie-Status
Vegetarierin seit einem Monat: Ich esse kein Fleisch, keinen Fisch und keine Meeres"früchte" [WTF]. Größtes, aber immerhin seltener werdendes Bedauern in Bezug auf Sushi, ansonsten ist alles tutti und es gefällt mir gut. :) [Gründe siehe unten]
Das für mich schönste: Ich musste mich nur knapp fünfmal aktiv gegen ein Essen verwehren, den Rest der Zeit war ich eh schon vegetarisch unterwegs. Na gut, das wäre durch den ansonsten ca. 5maligen Sushi-mit-Fisch-Konsum auch schon wieder aufgewogen worden... Aber nuntja.
Was mir aufgefallen ist: Einige Menschen nahmen sofort, nachdem ich meinen vegetarisch-Spruch brachte, an, ich wäre vegan! o_O Ob das nun daran lag, dass ihnen die Begrifflichkeiten nicht ganz klar sind oder ich so rüberkomme, als ob ich wenn, dann gleich ganz auf tierisch verzichten würde [was mich ja ehren würde!]... ditweeßickoochnich. Ich spekuliere auf ersteres. Hehe.
Achso, und um das kurz mal festzuhalten [jeweils etwa zu einem Drittel, Reihenfolge bewusst gewählt]:
Grund 1: Die armen Tiere.
Grund 2: Die arme Umwelt [hat auch Auswirkungen auf mich].
Grund 3: Meine Gesundheit.
Vegan fände ich besser, weil konsequenter [ja, für meineN MilchKäseEier werden auch Tiere in Massentierhaltung gehalten], ist mir aber [noch?] zu anstrengend. Und da ich mir auch nicht explizit vorgenommen hab, für immer und ewig vegetarisch zu bleiben, bin ich gespannt, wie es weitergeht. Nächster Status nach 'nem halben Jahr, denke ich.
Erstmal bleibt alles so, wie's jetzt ist :).
Das für mich schönste: Ich musste mich nur knapp fünfmal aktiv gegen ein Essen verwehren, den Rest der Zeit war ich eh schon vegetarisch unterwegs. Na gut, das wäre durch den ansonsten ca. 5maligen Sushi-mit-Fisch-Konsum auch schon wieder aufgewogen worden... Aber nuntja.
Was mir aufgefallen ist: Einige Menschen nahmen sofort, nachdem ich meinen vegetarisch-Spruch brachte, an, ich wäre vegan! o_O Ob das nun daran lag, dass ihnen die Begrifflichkeiten nicht ganz klar sind oder ich so rüberkomme, als ob ich wenn, dann gleich ganz auf tierisch verzichten würde [was mich ja ehren würde!]... ditweeßickoochnich. Ich spekuliere auf ersteres. Hehe.
Achso, und um das kurz mal festzuhalten [jeweils etwa zu einem Drittel, Reihenfolge bewusst gewählt]:
Grund 1: Die armen Tiere.
Grund 2: Die arme Umwelt [hat auch Auswirkungen auf mich].
Grund 3: Meine Gesundheit.
Vegan fände ich besser, weil konsequenter [ja, für meineN MilchKäseEier werden auch Tiere in Massentierhaltung gehalten], ist mir aber [noch?] zu anstrengend. Und da ich mir auch nicht explizit vorgenommen hab, für immer und ewig vegetarisch zu bleiben, bin ich gespannt, wie es weitergeht. Nächster Status nach 'nem halben Jahr, denke ich.
Erstmal bleibt alles so, wie's jetzt ist :).
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10. März 2015
Was kann ich tun?
Meine übliche Handlungsstrategie für Das Leben An Sich beinhaltet, sich eine Sache rundherum anzusehen, zu analysieren, was [für mich] passt und was nicht und an Hand von letzterem zu entscheiden, ob ich das ändern will UND kann und somit in Angriff nehme - oder eben nicht. Das hört sich nach Yogis und Gebeten [wiki] an, funktioniert für mich aber nicht nur bei Problemen, sondern auch für die [Verbesserung von] schönen Sachen. Ich passe mich gern an unverrückbare Gegebenheiten bestmöglich an, das ist so eine Art Ständiger Persönlicher Optimierungssport. Jedem seins, wa?
Mit Politik, Umwelt, Wissenschaft und Gesellschaft [ist das nicht alles eins? Ist nicht alles irgendwie eins?!] ist genau das nun leider schwierig für mich. Oder nicht im eigentlichen Sinne schwierig/schwer, sondern eher unbefriedigend, geradezu doppelbindend [wiki] unbehaglich. Ich schaue diverse Nachrichten, lese noch diversere Artikel on- und offline und bin so über viele Missstände wenigstens ansatzweise im Bilde. Vieles davon stört mich persönlich, auch, wenn ich [noch oder gar] nicht direkt von Auswirkungen betroffen bin.
Jede Erwähnung dieser mich anrührenden Themen löst nun den besagten Handlungsreflex in mir aus, ich möchte die Störung ausräumen oder verringern - wenigstens verändern! In diesem Sinne stellt sich mir die Frage in der Überschrift tatsächlich immerzu, täglich und ständig und mit wechselnder Betonung; jede einzelne der Varianten macht mich kurz über lang wild: WAS [!] kann ich tun... Und was kann ICH tun? Was KANN ich überhaupt tun? Was kann ich also TUN?!! - Drama, baby. [inneres]
Sind wir also wieder bei der Weisheit [?] angelangt, mit der Menschen Nachrichten sehen, Zeitung lesen und ... weiterleben. Hin und wieder etwas irgendwohin spenden, regelmäßig wählen gehen, bio kaufen und informierte Diskussionen mit den Kollegen beim Mittag über die Krim, Putin und den ganzen Rest führen. Mache ich alles, ist wahrscheinlich auch besser als nichts, befriedigt aber meinen eigenen inneren Drang Zu Ändern auf die Dauer nicht. Genug.
Ich konzentriere mich im Folgenden der eigenen Gesundheit wegen nur noch auf diese Art der Fragestellung:
Was kann ICH tun?
Selbstzentrierung, aber auch Selbstermächtigung, so what.
PS: Eine Reihe von Verwendungsmöglichkeiten für ausgelesene Bücher [lesen.net] abseits von Bibliotheksspende oder Tauschregal. Mein Favorit: Buchrücken als eBook-Reader-Hülle [blog.naehmarie.de]. <3
Mit Politik, Umwelt, Wissenschaft und Gesellschaft [ist das nicht alles eins? Ist nicht alles irgendwie eins?!] ist genau das nun leider schwierig für mich. Oder nicht im eigentlichen Sinne schwierig/schwer, sondern eher unbefriedigend, geradezu doppelbindend [wiki] unbehaglich. Ich schaue diverse Nachrichten, lese noch diversere Artikel on- und offline und bin so über viele Missstände wenigstens ansatzweise im Bilde. Vieles davon stört mich persönlich, auch, wenn ich [noch oder gar] nicht direkt von Auswirkungen betroffen bin.
Jede Erwähnung dieser mich anrührenden Themen löst nun den besagten Handlungsreflex in mir aus, ich möchte die Störung ausräumen oder verringern - wenigstens verändern! In diesem Sinne stellt sich mir die Frage in der Überschrift tatsächlich immerzu, täglich und ständig und mit wechselnder Betonung; jede einzelne der Varianten macht mich kurz über lang wild: WAS [!] kann ich tun... Und was kann ICH tun? Was KANN ich überhaupt tun? Was kann ich also TUN?!! - Drama, baby. [inneres]
Sind wir also wieder bei der Weisheit [?] angelangt, mit der Menschen Nachrichten sehen, Zeitung lesen und ... weiterleben. Hin und wieder etwas irgendwohin spenden, regelmäßig wählen gehen, bio kaufen und informierte Diskussionen mit den Kollegen beim Mittag über die Krim, Putin und den ganzen Rest führen. Mache ich alles, ist wahrscheinlich auch besser als nichts, befriedigt aber meinen eigenen inneren Drang Zu Ändern auf die Dauer nicht. Genug.
Ich konzentriere mich im Folgenden der eigenen Gesundheit wegen nur noch auf diese Art der Fragestellung:
Was kann ICH tun?
Selbstzentrierung, aber auch Selbstermächtigung, so what.
PS: Eine Reihe von Verwendungsmöglichkeiten für ausgelesene Bücher [lesen.net] abseits von Bibliotheksspende oder Tauschregal. Mein Favorit: Buchrücken als eBook-Reader-Hülle [blog.naehmarie.de]. <3
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