Ich kaufte Schuhe bei Deichmann in Oldenburg. Was mir da zwischen dem ganzen Schuhzeug so alles passieren kann...
Eigentlich wollte ich heute, wie auch schon vor Weihnachten, bloß nach Hausschuhen gucken. Normalerweise geht das ganz schnell, seit Jahren schon: Ich brauche neue? Kein Problem, ab zu Deichmann, rein, in die Hausschuh-Ecke, Farben gecheckt, dann die guten Björndal angezogen, in 39, jaja... die passen - hin zur Kasse, bezahlen, ab nach Hause. Fertsch. 3 Minuten.
Nun entere ich bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen eine Filiale auf der Suche nach Schlappen. Allein das paßt mir schon nicht so richtig ins Konzept. Ein kurzer Björndal-Blick ergibt aber, daß ich auch diesmal nix finde. Schad. Aber wie wir Frauen nun sind ^^, lasse ich meinen Blick einfach mal gaaanz vorsichtig in die große Runde schweifen. *g
Nach kurzer Zeit finde ich zwei Paar
mit Keilabsatz!!, die mir die Auswahl nicht nur wegen ihres gleichen Aussehens, sondern auch wegen des doppelt ermäßigten Preises schwierig machen. Also beide kaufen?... Nee. Ich weiß ja nich'. Eigentlich brauche ich ja
gar kein Paar. Hmtja. Stöckel-stöckel. Nachdem ich noch eine kurze und nicht eben freundliche Begegnung mit einer jungen Deichmann-
SchlVerkäuferin habe, in der sie mich 'halb-egal' behandelt, werde ich von einer altgedienten 'richtigen' Verkäuferin über noch übrige Schuhe und über Zifferncodes auf der Verpackung aufgeklärt, die die Farbe der Schuhe kodieren. So will
man ich das. :) Ich entscheide mich für den obigen Schuh und breche auf.
Wer bis hierher mit dem Lesen durchgehalten hat, fragt sich bestimmt schon: Warum
diese Überschrift?! ... Darum:
Ich gehe also mit meiner Beute zum Bezahlen an die Kassentheke. Dahinter steht die
freundl unfreundliche
Schl Verkäuferin von vorhin. Ungefähr 2o, pseudo-rausgeputzt, harter, gelangweilter Blick. Sie nimmt meine Schuhe entgegen, ohne mich anzusehen. Sie sagt 'Neunzehnneunzich', ohne mich anzusehen. Sie packt die Schuhe in den Karton und den Karton in eine Tüte, steckt den Bon mit hinein und schiebt es mir rüber, ohne mich anzusehen.
Ich halte ihr einen Zwanziger hin, schaue sie an und lächle. Sie nimmt den Schein, schiebt mir ein Zehncentstück rüber und steckt das Geld in die Kasse, immer noch ohne mich anzusehen. Ich packe mein Portemonnaie in die Tasche und nehme die Tüte vom Tresen. Sie trommelt leise mit dem Zeigefinger auf die Platte, hat aber noch genügend
Anst Geduld, um sich nicht gleich wegzudrehen - alles, ohne mich anzusehen. Ich denke mir [in meinem weihnachtlichen Großmut, von dem ich bis jetzt nicht weiß, wo er herkommt ;)],
Sie hat bestimmt 'nen Scheißtag gehabt und üüberhaupt keinen Bock mehr auf Kunden und Arbeiten generell!, und sage [tatsächlich völlig] ohne Groll:
Ein bißchen mehr Lächeln würde helfen!, lächle dabei und schaue sie an. Dann gehe ich und höre gerade noch, wie sie zu ihrer Kollegin keift:
Hast du das gehört?! Unverschämtheit!!
Ich aber wandle in Frieden, mit einem Lächeln auf den Lippen. Irgendwie krass, oder?
PS:
Gute Musik [youtube.com]!! [... allerdings ist ein 't' zu viel in der Überschrift.....]