Ich esse unter der Woche meist mit Leuten zu Mittag, die Physik, Mathematik oder Informatik studiert haben. Meist hab ich dabei ein oder mehrere AHA-Erlebnisse, immer aber interessanten Themen-Input - und das hebe ich mir ab jetzt dann und wann in Kurzform auf.
1 Bakterien, die "von Elektronen leben" und dabei Strom produzieren
Meine abendliche Recherche findet u.a. diese Zusammenfassung beim ORF [sciencev1.orf.at]. Dabei gleich noch wiederholt, wie Batterien funktionieren [Zitronenbatterie, wdr.de]!
2 Kühlwasser in Atomkraftwerken ist "schweres Wasser" und kühlt nicht nur, sondern vermindert auch die Strahlungsintensität
Das stimmt nur bedingt: Es gibt offenbar Leicht- und Schwerwasserreaktoren [beide wiki], die sich im Wesentlichen darin unterscheiden, dass für die Leichtwasserreaktoren mit "mehr Uran" angereicherter Kernbrennstoff verwendet werden muss. Die Moleküle von sogenanntem schweren Wasser bestehen aus je einem Sauerstoff- und zwei Deuterium-Atomen. Deuterium ist ein Wasserstoff-Isotop mit einem zusätzlichen Neutron [normaler Wasserstoff: nur Proton und Elektron], deshalb hat D2O [schweres Wasser] eine höhere Molekülmasse und Dichte als normales H2O aus dem Wasserhahn zu Hause. Inwiefern das die radioaktive [Ab-] Strahlung bremst, konnte ich auf die Schnelle leider nicht herausfinden.
3 Menschen werden in Asien, als Angestellte in Fabriken sitzend, als normale Spieler in Online-Computerspiele eingeschleust, die dort Gegenstände freispielen und im Spiel verkaufen/tauschen, wie Drückerkolonnen für ihren Bandenchef
Wahnsinn - hört sich aber möglich an, oder? Weiß da jemand was?
PS: Freundschaftsbänder sind DER Hit. Glaubt's mir. Bald entwerfe ich selbst solche Anleitungen [freundschaftsbaender.at]. *g
30. Juli 2014
20. Juni 2014
"Sag mal, bist du/sind Sie schwanger?"
Zum wiederholten Male in meinem Leben bin ich heute, weiblich, nicht schwanger, von [relativ] fremden Personen gefragt worden, ob ich schwanger sei. Das geschah immer mal mehr, mal weniger innerhalb der Öffentlichkeit, also in Anwesenheit anderer Menschen. Und jetzt muss ich das Thema doch mal auf-/beschreiben, weil mir einfach nicht in den Kopf will, warum Menschen das tun. Das war übrigens meine heutige erste Reaktion:
* Mal angenommen, es stimmt objektiv - warum sagt mir keiner meiner Freunde, dass ich schwanger aussehe?
* Habe ich Bock, zu versuchen, den Bauch zu reduzieren oder einzuziehen, wenn ich "draußen" bin? [Nein. Eigentlich nicht. Blöde ist das alles aber natürlich trotzdem.]
* Ist diesen Leuten wirklich nicht bewusst, was sie da fragen? Wie intim das ist? In wie viele schwimmbadgroße Fettnäpfe sie dabei gleichzeitig fallen können?
In Bezug auf die letzte Frage mal meine Überlegungen:
Es gibt nur eine einzige Variante, bei der man mit dieser Frage NICHT negativ anstößt; nämlich, wenn die Person wirklich schwanger ist UND das super findet UND die Schwangerschaft unkompliziert vonstatten zu gehen verspricht. An den "unds" merkt eine schon, dass es viele verschiedenen Möglichkeiten gibt, wie diese Nachfrage eben NICHT positiv ankommen könnte.
Die Person ist gar nicht schwanger, sondern einfach dick am Bauch. Die Person ist nicht glücklich darüber, gerade jetzt, zu diesem Zeitpunkt/von diesem Mann/überhaupt schwanger zu sein. Die Schwangerschaft droht, kompliziert zu werden/ist bereits in Gefahr. Die Person versucht schon seit längerem, schwanger zu werden, es klappt aber nicht/hat schon mal nicht geklappt und der Bauch sieht einfach so oder wegen hormoneller Behandlungen dicker aus.
Verdammt, "schwanger sein" und das ganze Kinder-Thema allgemein sind einfach so heikel, dass sie wirklich niemanden außer die betreffenden [meist zwei] Personen etwas angehen. Niemanden. Ich habe schon mit mehreren anderen Frauen darüber gesprochen, und eigentlich alle waren wir uns da einig. Warum fragen [überwiegend] Frauen dann sowas?! Völlig fremde, an beinahe Fremde gerichtet? Und mir wurde sogar verschiedentlich beteuert, dass es doch "so schön wäre, wenn" es so sei, also schwanger. Ja nee, danke, für mich nicht. Es ist ja auch nicht aller Menschen Wunschtraum, ein Grundstück zu besitzen und darauf ein Haus zu bauen.
Gut, ich sehe offensichtlich schwanger aus; get used to it, Rebekka/world.
Der Zähler dieser verfickten Schwangerschaftsfrage ist soeben MIT Bauchberührung +"Na, wächst da was?" erneut um 1 gestiegen.Ich hasse alle.
Rebekka Malten (@rebekka_m) June 20, 2014
Und jetzt stelle ich mir die folgenden Fragen:* Mal angenommen, es stimmt objektiv - warum sagt mir keiner meiner Freunde, dass ich schwanger aussehe?
* Habe ich Bock, zu versuchen, den Bauch zu reduzieren oder einzuziehen, wenn ich "draußen" bin? [Nein. Eigentlich nicht. Blöde ist das alles aber natürlich trotzdem.]
* Ist diesen Leuten wirklich nicht bewusst, was sie da fragen? Wie intim das ist? In wie viele schwimmbadgroße Fettnäpfe sie dabei gleichzeitig fallen können?
In Bezug auf die letzte Frage mal meine Überlegungen:
Es gibt nur eine einzige Variante, bei der man mit dieser Frage NICHT negativ anstößt; nämlich, wenn die Person wirklich schwanger ist UND das super findet UND die Schwangerschaft unkompliziert vonstatten zu gehen verspricht. An den "unds" merkt eine schon, dass es viele verschiedenen Möglichkeiten gibt, wie diese Nachfrage eben NICHT positiv ankommen könnte.
Die Person ist gar nicht schwanger, sondern einfach dick am Bauch. Die Person ist nicht glücklich darüber, gerade jetzt, zu diesem Zeitpunkt/von diesem Mann/überhaupt schwanger zu sein. Die Schwangerschaft droht, kompliziert zu werden/ist bereits in Gefahr. Die Person versucht schon seit längerem, schwanger zu werden, es klappt aber nicht/hat schon mal nicht geklappt und der Bauch sieht einfach so oder wegen hormoneller Behandlungen dicker aus.
Verdammt, "schwanger sein" und das ganze Kinder-Thema allgemein sind einfach so heikel, dass sie wirklich niemanden außer die betreffenden [meist zwei] Personen etwas angehen. Niemanden. Ich habe schon mit mehreren anderen Frauen darüber gesprochen, und eigentlich alle waren wir uns da einig. Warum fragen [überwiegend] Frauen dann sowas?! Völlig fremde, an beinahe Fremde gerichtet? Und mir wurde sogar verschiedentlich beteuert, dass es doch "so schön wäre, wenn" es so sei, also schwanger. Ja nee, danke, für mich nicht. Es ist ja auch nicht aller Menschen Wunschtraum, ein Grundstück zu besitzen und darauf ein Haus zu bauen.
Gut, ich sehe offensichtlich schwanger aus; get used to it, Rebekka/world.
31. Mai 2014
Erste Male im Advent 2013
Weil ich keinen richtigen Adventskalender erwartete, da meine Mutter mir abgesagt hatte ["So langsam bist du echt zu alt dafür... "], plante ich mir meinen eigenen Countdown auf Twitter: Jeden Tag des Advents etwas machen oder rückwirkend finden, das ich noch nie gemacht habe. Auch, um mal festzuhalten, dass man ganz bestimmt - und egal, in welchem Alter - immer noch etwas dazu lernen kann. Auch, ohne sich großartig anzustrengen. Jeder Tag ist neu und so.
Weihnachten ist schon etwas länger her, ich weiß - macht ja aber nix, Worte werden niemals schlecht! Et voilà:
Aus unerfindlichen Gründen ereilte mich DANN leider die so genannte Weihnachtszeit und ich vergaß, zu twittern; zumindest sagt das mein soeben heruntergeladenes Twitter-Archiv. Tja. Denkt euch bei den Nummern 22, 23 und 24 einfach besinnliches vor-mich-hin-Feiern, das passt dann schon.
PS: Schönerweise bekam ich dann doch einen Adventskalender von ihm, worüber ich mich fast totgefreut habe. <3
Weihnachten ist schon etwas länger her, ich weiß - macht ja aber nix, Worte werden niemals schlecht! Et voilà:
Den ganzen Advent hindurch jeden Tag etwas zum ersten Mal machen. Heute [1]:
Mit der LINKEN Hand Gemüse [Pastinaken] reiben.
— Rebekka Malten (@rebekka_m) December 1, 2013
@rebekkaUndAlles Ich korrigiere aus Gründen zu: In der Dusche laut Weihnachtslieder singen. Warum, glaubt mir eh keiner.
— Rebekka Malten (@rebekkaUndAlles) December 2, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [3]:
Yogi-Tee mit Whisky probiert. *schüttel
Kann man auch sein lassen.
— Rebekka Malten (@rebekkaUndAlles) December 3, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [4]:
Mir selbst einen holländischen Zopf geflochten. Bootcamp for #Hochzeit.
— Rebekka Malten (@rebekkaUndAlles) December 4, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [5]:
Aufregungsstress vor dem Vortrag aktiv durch Muskelan-/abspannung abgebaut
— Rebekka Malten (@rebekkaUndAlles) December 5, 2013
Im Advent jeden Tag irgendetwas zum 1. Mal machen, heute [6]:
Beim Frauenarzt mit Strümpfen [hatten wir schon] UND Schuhen im Stuhl hängen.
— Rebekka Malten (@rebekkaUndAlles) December 6, 2013
Im Advent jeden Tag irgendetwas zum 1. Mal machen, heute [7]:
a) Schwarzkohl waschen und essen
b) Den Lotuseffekt an Lauch-Blättern bemerken
— Rebekka Malten (@rebekkaUndAlles) December 7, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [8]:
Schuhe [sogar Barfuß-!] im sogenannten Internet bestellt.
— Rebekka Malten (@rebekkaUndAlles) December 8, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [9]:
Ein Häkelmuster zusätzlich zur Anleitung frei Hand auf Karopapier kreuzeln
— Rebekka Malten (@rebekkaUndAlles) December 9, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [9]:
Abends im Kino meine morgens geschmierten Brötchen auspacken und essen.
— Rebekka Malten (@rebekkaUndAlles) December 10, 2013
[Ja, schon klar - das war eigentlich die 10. Ich bin Mathematikerin, mit dem Zählen hab' ich's nicht so :P.]
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [11]:
Ein Verfahren aus Weiterbildungen bei [m!]einem akuten Problem anwenden.
— Rebekka Malten (@rebekkaUndAlles) December 11, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, gestern [12]:
Auf die Frage "Haben Sie 'ne Kundenkarte?" lügen und "Nein." antworten.
— Rebekka Malten (@rebekka_m) December 13, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [13]:
Mit dem Kopf im Friseurwaschbecken einarmig den Hund des Ladens kraulen.
— Rebekka Malten (@rebekka_m) December 13, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [14]:
Badischen Flammkuchen [Dinneli?] mit Kartoffeln + Käse essen. SO lecker.
— Rebekka Malten (@rebekka_m) December 14, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [15]:
eine Firma aus Österreich auf deren AB zum Rückruf gebeten.Drückt Daumen!
— Rebekka Malten (@rebekka_m) December 15, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [16]:
Beim Mittagessen laut meine Meinung über Politik [+ die GroKo] kundgetan.
— Rebekka Malten (@rebekka_m) December 16, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [17]:
Ein Einmachglas auch nach 1ooo Versuchen inkl. Schreien nicht geöffnet.
— Rebekka Malten (@rebekkaUndAlles) December 17, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1.Mal machen,heute [18]:
Beim Laufen bewusst nicht -wie sonst [3-4]- im Rhythmus der Schritte atmen.
— Rebekka Malten (@rebekka_m) December 18, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, vorgestern [19]:
Serrano auf Brötchen mit CHILI-Olivenöl essen. Sehr zu empfehlen!
— Rebekka Malten (@rebekka_m) December 21, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, gestern [20]:
An der Ampel im Auto kurz die Cremedose zücken + das Gesicht einreiben.
— Rebekka Malten (@rebekka_m) December 21, 2013
Den Advent hindurch jeden Tag etwas zum 1. Mal machen, heute [21]:
Der Hundebesitzerin dafür gedankt, dass sie ihren Hund bei Fuß nahm.
— Rebekka Malten (@rebekka_m) December 21, 2013
[Ist ja nicht so, als dass ich Angst vor Hunden hätte, aber das weiß sie ja nicht vorher. Find' ich halt immer nett, wenn Leute das machen.]Aus unerfindlichen Gründen ereilte mich DANN leider die so genannte Weihnachtszeit und ich vergaß, zu twittern; zumindest sagt das mein soeben heruntergeladenes Twitter-Archiv. Tja. Denkt euch bei den Nummern 22, 23 und 24 einfach besinnliches vor-mich-hin-Feiern, das passt dann schon.
PS: Schönerweise bekam ich dann doch einen Adventskalender von ihm, worüber ich mich fast totgefreut habe. <3
6. Mai 2014
#rp14 WTF?! oder: Warum gehe ich zur re:publica?
Ruediger hat mich quasi per Twitter aus der Ferne gefragt, warum ich Dinge tue, die ich tue:
Das lag damals aber im Wesentlichen daran, dass ich falsche Erwartungen hatte, wie ich witzigerweise kurz vor Ruedigers Frage mit mir selbst diskutiert hab. *g Ich hatte mir so eine Art Klassentreffen vorgestellt; und naja, für einige Leute ist es das wohl auch, aber genau das sind nach meiner Erfahrung diejenigen, die eben tatsächlich etwas "mit dem Internet machen", und zwar mit hinreichender Reichweite. Sei es als populärer oder "schon immer da"-Blog, sei es als Firmen-Social Media-Mensch, als Journalist oder als "Internet-Marke". Da genügt es mMn nicht, einen Blog oder Twitteraccount mit <100 Followern zu haben, um auf der re:publica "Leute" zu kennen und sich innerhalb der Gruppe als ihr Teil zu fühlen - was im Nachhinein für mich total logisch ist. Damals war ich enttäuscht, sah z.B. die Kaltmamsell und traute mich nicht, sie anzusprechen, bzw. war/bin ja kein "Fan", und was sagt man dann, wenn man sie liest und sie einen wahrscheinlich nichtmal kennt? War mir damals zu doof UND ich war dennoch enttäuscht, von mir und der Welt. So inkonsistent bin ich eben manchmal.
ABER: Ich bin überzeugt davon, dass "das Internet" ein schützenswerter Raum [ob es zur Zeit überhaupt noch heil ist, kann man sicher streiten] und Grundlage unserer Gesellschaftsinfrastruktur ist, und wenn letzteres vielleicht noch nicht heute, so aber doch sehr, sehr bald. Sagte zumindest Gunter Dueck schonanno dazumal in seiner Session auf der re:publica 11 mit dem Titel Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem [youtube.com], und ich teile seine Meinung.
Klaro sind wohl geschätzt 80% der Besucher zumindest teilweise beruflich dort, aber ich als Mensch bin doch [Rebekka. Und alles.] an allem und, wenn auch erst seit relativ kurzer Zeit, auch politisch interessiert, am Kollektiv genauso wie am Individuum. Nicht nur aus diesem Grund hab ich jetzt zusätzlich ein jahresbegrenztes Zweitblog! Und nur, weil es in meinem Blog nichts politisches oder sonstwie ernsthaftes zu lesen gibt und ich eine Vorzeigefreizeitbloggerin bin, heißt das ja noch lange nicht, dass solcherlei Bereiche mich nicht interessieren :).
Das Angebot ist einfach riesig und es fiel mir heute wirklich schwer, mich pro Uhrzeit zwischen je drei für mich interessanten Sessions zu entscheiden. Ich frage also anders:
Wie kann ich [und ja, das ist total subjektiv] nicht zur re:publica nach Berlin?! :)
fragt sich schon seit Tagen, was man als nicht politischer Blogger aka.Freizeitblogger auf der #rp14 anstellt-@rebekka_m Du wirst gebraucht
— ruediger (@1ninesixthree) May 6, 2014
Die Frage ist in meine Richtung natürlich zunächst gar nicht unsinnig, und 2012, als ich das erste Mal auf der re:publica war, dachte ich das währenddessen [und hinterher...] auch. Also, dass ich da ein kleines bisschen fehl am Platz bin.Das lag damals aber im Wesentlichen daran, dass ich falsche Erwartungen hatte, wie ich witzigerweise kurz vor Ruedigers Frage mit mir selbst diskutiert hab. *g Ich hatte mir so eine Art Klassentreffen vorgestellt; und naja, für einige Leute ist es das wohl auch, aber genau das sind nach meiner Erfahrung diejenigen, die eben tatsächlich etwas "mit dem Internet machen", und zwar mit hinreichender Reichweite. Sei es als populärer oder "schon immer da"-Blog, sei es als Firmen-Social Media-Mensch, als Journalist oder als "Internet-Marke". Da genügt es mMn nicht, einen Blog oder Twitteraccount mit <100 Followern zu haben, um auf der re:publica "Leute" zu kennen und sich innerhalb der Gruppe als ihr Teil zu fühlen - was im Nachhinein für mich total logisch ist. Damals war ich enttäuscht, sah z.B. die Kaltmamsell und traute mich nicht, sie anzusprechen, bzw. war/bin ja kein "Fan", und was sagt man dann, wenn man sie liest und sie einen wahrscheinlich nichtmal kennt? War mir damals zu doof UND ich war dennoch enttäuscht, von mir und der Welt. So inkonsistent bin ich eben manchmal.
ABER: Ich bin überzeugt davon, dass "das Internet" ein schützenswerter Raum [ob es zur Zeit überhaupt noch heil ist, kann man sicher streiten] und Grundlage unserer Gesellschaftsinfrastruktur ist, und wenn letzteres vielleicht noch nicht heute, so aber doch sehr, sehr bald. Sagte zumindest Gunter Dueck schon
Klaro sind wohl geschätzt 80% der Besucher zumindest teilweise beruflich dort, aber ich als Mensch bin doch [Rebekka. Und alles.] an allem und, wenn auch erst seit relativ kurzer Zeit, auch politisch interessiert, am Kollektiv genauso wie am Individuum. Nicht nur aus diesem Grund hab ich jetzt zusätzlich ein jahresbegrenztes Zweitblog! Und nur, weil es in meinem Blog nichts politisches oder sonstwie ernsthaftes zu lesen gibt und ich eine Vorzeigefreizeitbloggerin bin, heißt das ja noch lange nicht, dass solcherlei Bereiche mich nicht interessieren :).
Habe häufig Gedanken, bei denen ich dann denke, ach, die kann ich "nirgendwo" posten, das passt da und da und da nicht hin/rein. Ihr auch?
— Rebekka Malten (@rebekka_m) April 12, 2014
Die re:publica verbindet mittlerweile tatsächlich den überwiegenden Teil meiner Interessen, deswegen fühlte ich mich heute auch so derartig wohl dort. Es gibt politische Talks, Sessions zur Sicherheit des Netzes, sonstige "Internet-Relevanz" und Unterhaltsames mit Funfaktor. Heute war's für mich z.B. ein sautoller erster Tag mit einem Interview mit der WikiLeaks-Journalistin Sarah Harrison [wiki], die zur Zeit nicht nach UK zurückkehrt/zurückkehren kann, einem eindringlichen Talk für MEHR Verschlüsselung und Krypto-Bewusstsein in der breiten Masse der Bevölkerung, noch einem Interview [durchgeführt von der Deutschen Welle] mit und zwischen einer russischen und einer ukrainischen Journalistin zur Berichterstattung in der Ukraine und nicht zuletzt Sascha Lobos "Rede zur Lage der Nation" [wie immer großes Kino, Post von Kiki dazu hier [e13.de], Originalrede: s. Internet, ihr findet das schon].Das Angebot ist einfach riesig und es fiel mir heute wirklich schwer, mich pro Uhrzeit zwischen je drei für mich interessanten Sessions zu entscheiden. Ich frage also anders:
Wie kann ich [und ja, das ist total subjektiv] nicht zur re:publica nach Berlin?! :)
12. März 2014
Die Gemüsekiste oder: Der Vertrag mit L.
Ich habe ein Abkommen mit der Tochter meiner Arbeitskollegin und das geht so: "Keine Ohrringe, keine Kiste!"
Seit fast anderthalb Jahren lassen wir uns mit einer Gemüsekiste beliefern. Anfangs dachte ich noch, die Änderungsschneiderei gegenüber könnte die Kiste entgegennehmen, das wird bei Paketen nämlich für viele Nachbarn und uns oft so gehandhabt. Wir arbeiten ja beide, die Kiste wird mittwochs zwischen 10 und 14 Uhr geliefert... Aber da unterschätzte ich die Fähigkeiten einer Holzkiste mit Gemüse, Eiern, Wurst, Brot und Obst, ein Ärgernis für viele zu sein.
Die Inhaber der Schneiderei gaben mir nonverbal recht schnell zu verstehen, dass das in Empfang nehmen der Kiste nun nicht gerade zu ihren freudigst erledigten Aufgaben der Woche gehört [warum, bleibt mir unklar - die Kiste beißt ja nicht, sie müssen sie noch nicht mal anfassen]. Um den nachbarlichen Frieden aufrecht zu erhalten, disponierten wir um. Ich fragte am Empfang meines Institutes, weil ich dachte: Einmal pro Woche so'ne saubere Holzkiste, die dort für 1-4h neben den zig privaten Paketen rumsteht, stört auch nicht weiter. [Und sie müssen weder die leere noch die getauschte volle Kiste anfassen, das macht der Lieferant schon selbst. !] Wir führten das Prozedere 2x durch, dann war Schluss mit lustig, ohne "richtige" Begründung. Vermutlich die Optik, wer weiß das schon. Wobei man die Kiste gar nicht seh... - ach, egal. Ich schweife ab.
Wir hatten den liefernden Hof von [m]einer Kollegin empfohlen bekommen, und wie es der Zufall so will, wohnt sie sehr in der Nähe des Instituts. Ich fragte sie, ob das ok wäre, wenn unsere Kiste auch zu ihnen geliefert würde - und "Klar!" war das ok! Seither fahre ich frohgemut jeden Mittwochmorgen mit einer leeren Gemüsekiste eine kleine Schleife und stelle die Kiste dann vor Kollegins Haus. Abends auf dem Heimweg fahre ich den gleichen Schlenker rückwärts und ... Und.
Klingele an der Haustür meiner Kollegin. Und höre trappelnde Füße auf dem schnellsten Weg zu mir. Die Tür wird mit großer Gebärde aufgerissen und L. [~7 Jahre?] schaut mich von unten erwartungsvoll an, mit schiefgelegtem Kopf und die schwere Holzkiste umklammernd: "Welche Ohrringe??!" Ich muss grinsen [das muss ich IMMER, jeden Mittwoch!] und bücke mich, um ihr mein linkes Ohrläppchen hinzuhalten. "Heute sind's die Äpfel." "A-ha. HIER ist die Kiste!" Sie streckt mir beide Hände mit der Last entgegen, ich nehme sie ihr ab und fahre unweigerlich gut gelaunt mit meiner Kiste nach Hause. Mir hätte echt nichts besseres passieren können, als die blöde Gemüsekiste zu meiner Kollegin liefern zu lassen.
Neulich hatte ich morgens ausgerechnet an einem Mittwoch vergessen, ÜBERHAUPT Ohrringe anzuziehen [ja doch, das sagt man so]. L. war entsprechend enttäuscht und forderte für nächstes Mal nicht nur Ohrringe, sondern sogar bestimmte: "Die Bücher, da wo ich auch ein Bild reingemalt habe!" Natürlich erfüllte ich in der folgenden Woche die Vorgabe - remember, Kiste gegen Ohrringe, wa?! - Als sie letzte Woche nicht zu Hause war, knipste ihr Bruder [~13?] pflichtbewusst und ernsthaft mit seinem Handy mein Ohrläppchen mit dem 3D-Papierstern. Und seit heute weiß ich, dass nicht nur die Familie, sondern auch die Nachbarskinder bereits informiert sind: Die Freundin von L. spielte auf der Straße, als ich die Kiste abholte. Sie sagte lässig im Vorbeigehen zu mir: "Ohne Ohrringe keine Kiste, ne?" Was sollste da noch sagen...
PS: Das war Schreiben ohne Smilies für Anfänger. Hab' die gar nicht vermisst.
Seit fast anderthalb Jahren lassen wir uns mit einer Gemüsekiste beliefern. Anfangs dachte ich noch, die Änderungsschneiderei gegenüber könnte die Kiste entgegennehmen, das wird bei Paketen nämlich für viele Nachbarn und uns oft so gehandhabt. Wir arbeiten ja beide, die Kiste wird mittwochs zwischen 10 und 14 Uhr geliefert... Aber da unterschätzte ich die Fähigkeiten einer Holzkiste mit Gemüse, Eiern, Wurst, Brot und Obst, ein Ärgernis für viele zu sein.
Die Inhaber der Schneiderei gaben mir nonverbal recht schnell zu verstehen, dass das in Empfang nehmen der Kiste nun nicht gerade zu ihren freudigst erledigten Aufgaben der Woche gehört [warum, bleibt mir unklar - die Kiste beißt ja nicht, sie müssen sie noch nicht mal anfassen]. Um den nachbarlichen Frieden aufrecht zu erhalten, disponierten wir um. Ich fragte am Empfang meines Institutes, weil ich dachte: Einmal pro Woche so'ne saubere Holzkiste, die dort für 1-4h neben den zig privaten Paketen rumsteht, stört auch nicht weiter. [Und sie müssen weder die leere noch die getauschte volle Kiste anfassen, das macht der Lieferant schon selbst. !] Wir führten das Prozedere 2x durch, dann war Schluss mit lustig, ohne "richtige" Begründung. Vermutlich die Optik, wer weiß das schon. Wobei man die Kiste gar nicht seh... - ach, egal. Ich schweife ab.
Wir hatten den liefernden Hof von [m]einer Kollegin empfohlen bekommen, und wie es der Zufall so will, wohnt sie sehr in der Nähe des Instituts. Ich fragte sie, ob das ok wäre, wenn unsere Kiste auch zu ihnen geliefert würde - und "Klar!" war das ok! Seither fahre ich frohgemut jeden Mittwochmorgen mit einer leeren Gemüsekiste eine kleine Schleife und stelle die Kiste dann vor Kollegins Haus. Abends auf dem Heimweg fahre ich den gleichen Schlenker rückwärts und ... Und.
Klingele an der Haustür meiner Kollegin. Und höre trappelnde Füße auf dem schnellsten Weg zu mir. Die Tür wird mit großer Gebärde aufgerissen und L. [~7 Jahre?] schaut mich von unten erwartungsvoll an, mit schiefgelegtem Kopf und die schwere Holzkiste umklammernd: "Welche Ohrringe??!" Ich muss grinsen [das muss ich IMMER, jeden Mittwoch!] und bücke mich, um ihr mein linkes Ohrläppchen hinzuhalten. "Heute sind's die Äpfel." "A-ha. HIER ist die Kiste!" Sie streckt mir beide Hände mit der Last entgegen, ich nehme sie ihr ab und fahre unweigerlich gut gelaunt mit meiner Kiste nach Hause. Mir hätte echt nichts besseres passieren können, als die blöde Gemüsekiste zu meiner Kollegin liefern zu lassen.
Neulich hatte ich morgens ausgerechnet an einem Mittwoch vergessen, ÜBERHAUPT Ohrringe anzuziehen [ja doch, das sagt man so]. L. war entsprechend enttäuscht und forderte für nächstes Mal nicht nur Ohrringe, sondern sogar bestimmte: "Die Bücher, da wo ich auch ein Bild reingemalt habe!" Natürlich erfüllte ich in der folgenden Woche die Vorgabe - remember, Kiste gegen Ohrringe, wa?! - Als sie letzte Woche nicht zu Hause war, knipste ihr Bruder [~13?] pflichtbewusst und ernsthaft mit seinem Handy mein Ohrläppchen mit dem 3D-Papierstern. Und seit heute weiß ich, dass nicht nur die Familie, sondern auch die Nachbarskinder bereits informiert sind: Die Freundin von L. spielte auf der Straße, als ich die Kiste abholte. Sie sagte lässig im Vorbeigehen zu mir: "Ohne Ohrringe keine Kiste, ne?" Was sollste da noch sagen...
PS: Das war Schreiben ohne Smilies für Anfänger. Hab' die gar nicht vermisst.
5. Februar 2014
Achtung, Achtung, eine Durchsage!
Ein Blog ist nicht genug?! Genau. Ein Teil meines diesjährigen Outputs wird unter Rebekka 2014 stattfinden, warum und weshalb erfahrt ihr dort [kommt bitte mit - schreibt mir eine eMail!]. Ich suche und hoffe zu finden.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
10. Januar 2014
Stock um Stock
Naja, ist nur vorübergehend: es kommt bald ein richtiger, ganzer Text; ich kann's schon riechen! - Aufgelesen bei Katja:
1. Wo ist Dein Handy? links
2. Dein Partner? München
3. Deine Haare? blödiert
4. Deine Mama? toll
5. Dein Papa? auch
6. Dein Lieblingsgegenstand? WLan-Router
7. Dein Traum von letzter Nacht? nix
8. Dein Lieblingsgetränk? Wasser
9. Dein Traumauto? vorbei
10. Der Raum, in dem Du dich befindest? Wohnzimmer
11. Dein Ex? nett
12. Deine Angst? keine
13. Was möchtest Du in 10 Jahren sein? genauso
14. Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend? mir
15. Was bist Du nicht? verschlossen
16. Das letzte was Du getan hast? gelesen
17. Was trägst Du? Brille
18. Dein Lieblingsbuch? viele
19. Das letzte was Du gegessen hast? Dinkelbrot
20. Dein Leben? richtig
21. Deine Stimmung? Wissensdurst
22. Deine Freunde? wenig
23. Woran denkst Du gerade? auspacken
24. Was machst Du gerade? bloggen
25. Dein Sommer? sizilianisch
26. Was läuft in Deinem TV? nichts
27. Wann hast Du das letzte Mal gelacht? heute
28. Das letzte Mal geweint? hm
29. Schule? schön
30. Was hörst Du gerade? Lüftung
31. Liebste Wochenendbeschäftigung? sein
32. Traumjob? kommt
33. Dein Computer? alt
34. Außerhalb Deines Fensters? Innenstadt
35. Bier? Weizen
36. Mexikanisches Essen? hackhackhack
37. Winter? fehlt
38. Religion? früher
39. Urlaub? mehr
40. Auf Deinem Bett? Wäschestapel
41. Liebe? da
PS: Hier ist der Startartikel von katerwolfs Trekking-Reise in Chile. Unbedingte Leseempfehlung! Ihr könnt euch das nicht vorstellen; sie schreibt so wahnsinnig lustig/authentisch/unterhaltsam/vielfältig, und das noch dazu mit SO vielen wunderschönen Fotos... zum Glück reist sie [gefühlt] ständig - und schreibt jedesmal alles in ihr Blog!
1. Wo ist Dein Handy? links
2. Dein Partner? München
3. Deine Haare? blödiert
4. Deine Mama? toll
5. Dein Papa? auch
6. Dein Lieblingsgegenstand? WLan-Router
7. Dein Traum von letzter Nacht? nix
8. Dein Lieblingsgetränk? Wasser
9. Dein Traumauto? vorbei
10. Der Raum, in dem Du dich befindest? Wohnzimmer
11. Dein Ex? nett
12. Deine Angst? keine
13. Was möchtest Du in 10 Jahren sein? genauso
14. Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend? mir
15. Was bist Du nicht? verschlossen
16. Das letzte was Du getan hast? gelesen
17. Was trägst Du? Brille
18. Dein Lieblingsbuch? viele
19. Das letzte was Du gegessen hast? Dinkelbrot
20. Dein Leben? richtig
21. Deine Stimmung? Wissensdurst
22. Deine Freunde? wenig
23. Woran denkst Du gerade? auspacken
24. Was machst Du gerade? bloggen
25. Dein Sommer? sizilianisch
26. Was läuft in Deinem TV? nichts
27. Wann hast Du das letzte Mal gelacht? heute
28. Das letzte Mal geweint? hm
29. Schule? schön
30. Was hörst Du gerade? Lüftung
31. Liebste Wochenendbeschäftigung? sein
32. Traumjob? kommt
33. Dein Computer? alt
34. Außerhalb Deines Fensters? Innenstadt
35. Bier? Weizen
36. Mexikanisches Essen? hackhackhack
37. Winter? fehlt
38. Religion? früher
39. Urlaub? mehr
40. Auf Deinem Bett? Wäschestapel
41. Liebe? da
PS: Hier ist der Startartikel von katerwolfs Trekking-Reise in Chile. Unbedingte Leseempfehlung! Ihr könnt euch das nicht vorstellen; sie schreibt so wahnsinnig lustig/authentisch/unterhaltsam/vielfältig, und das noch dazu mit SO vielen wunderschönen Fotos... zum Glück reist sie [gefühlt] ständig - und schreibt jedesmal alles in ihr Blog!
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