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10. Dezember 2016

Tragödie

Dadurch, dass sie mit an Verzweiflung grenzender Beständigkeit versuchte, sich alle möglichen unterbewussten Bewegungsabläufe wie "gehen" oder "Zähne putzen" ins Bewusstsein zu zerren, starb sie verfrüht; weil sie


im Fallen







leider









eine Hundertstelsekunde zu lang





überlegen musste, mit welchem Arm das Abstützen wohl am erfolgversprechendsten sein würde.

2. März 2015

Tante Rebekka erzählt vom Kriech äh: Pferd.

Da bei mir wegen Umzugs alles neu ist, ist es nur folgerichtig, dass auch bei dem neuen Pferd, das ich seit heute reite [Reitbeteiligung], alles neu ist. Also, für das Pferd. Nee? Gar nicht logisch? Nun. Isabaso.

Das Pferd ist umgezogen, justamente an diesem WE und zum ersten Mal seit seiner Geburt vor süßen 15 Jahren. Er ist ein Andalusier-Reitpony-Mix, Schimmel, 154cm groß und damit perfekt für mich mit meinen 166. Vorher lebte er im Offenstall und jetzt immer noch - das wiederum ist nur für mich neu, denn ich verwöhntes Aas hatte bisher in meinem Reiterleben nur Pferde in [Paddock-] Boxenhaltung und bei/an mindestens einer Reithalle. Die fällt nun auch flach, wodurch ich insgesamt zu einem Haufen neuer Anschaffungen gezwungen bin - allem voran einer wetterfesten Reitjacke. Und einer neuen Reitkappe, die war aber nötig, weil ich mir die alte unter einer Pferdewippe ohne Pferd, ganz allein für mich, geschrottet habe. Man sieht zwar außen nix, aber ... wisst'er bestimmt, ne?

Das wollte ich jedoch eigentlich gar nicht erzählen, sondern: Es wird alles total spannend. Ich reite da also jetzt ein Pferd, vorerst dreimal die Woche, später zweimal, das ungelogen in den letzten zwei Wochen, seitdem ich ihn zum ersten Mal sah, bestimmt 30-40kg abgenommen hat. Uff. Der ist echt mager, der Möppi [ja, das ist sein Spitzname, der passt also schonmal nicht mehr]. Muckis hat er leider auch nicht so viele. Warum ist nicht ganz klar, er ist bloß ziemlich sicher nicht wirklich krank, dazu ist er zu aufmerksam und gar nicht schwach. Am wahrscheinlichsten ist eine Kombi aus Frühjahrsdünnheit und Trauer, auch übertragen von einer der alten Reitbeteiligungen, die die Trennung wohl recht schlimm findet und wegen eigener Traurigkeit nicht fröhlich/normal mit dem Pferd arbeiten konnte in der letzten Zeit. :( Ist ja auch herzerweichend, so was.

Aaalso, die Aufgabe lautet nun: Wir müssen ihn wieder fit kriegen, dicker gar, und mehr Muskulatur braucht das Pferd! Hätt' ich auch nie gedacht, dass ich über solche Dinge mal meditieren und mich informieren müsste, also, wie man die richtigen Muskeln an ein Pferd bekommt. Zusätzlich habe ich in ihm auch quasi den Gegenspieler zur vorigen Reitbeteiligung, einem nennen-wir-ihn-Sporthaflinger, einem Muskelprotz erster Güte, der sagenhaft im Saft stand bzw. steht und häufig gegen oder auf dem Zügel ging. Sprich: Ordentlich Druck erzeugt hat. Der Möppi hingegen, der rollt sich gern ein; kaum ist leichter Zug an den Zügeln, und da reicht fast schon deren Eigengewicht, schon zieht er sein Kinn auf die Brust wie Rebekka beim Physiocheck. Und das ist für's Pferd und seinen Muskelapparat gar nicht gut. Muss ich also lernen, damit umzugehen.

Zum Glück ist er eine coole Sau, denn nach Umzug vorgestern, Besuch mit Besitzerin gestern und kurzzeitigem Zittern beim Putzen heute [wie - du willst MICH anfassen? *kreisch], aber später dann mit mir neuem Gesäß obendrauf ging er relativ gelassen auf dem Reitplatz neben dem Stall. Trotz kurzem Megaregenschauer mit Huihui-Windböen. Trotz zwei ihm fremden Pferden, die dort auch mit ihren Menschen arbeiteten. Trotz des umliegenden, im Wind rauschenden und knackenden Birkenwäldchens. Mega, ey. <3

Der Stall ist super durchdacht angelegt, bekommt in diesem Jahr noch einen kleinen Trail [offenstallkonzepte.com] und alle Pferdebesitzer dort, die ich bisher traf, sind fix und informiert und kümmern sich. Wie Möppis Besitzerin auch. Echt perfekt. <3 Abgesehen davon, dass da klein Klo ist. -.-

PS: Ich stelle hier erstmal kein Foto ein, weil vielleicht die Besitzerin etwas dagegen hat und ggfs. auch irgendwelche Pferdemädchen wegen seiner akuten Klapprigkeit etwas von Misshandlung! Das arme Tier! schrei[b]en könnten - willichnich, brauchichnich. Ich habe aber natürlich ein Foto zum Vergleich für demnächst, sogar mehrere; man muss ja später wissen, bei was eine angefangen hat :)!

13. September 2014

Ich möchte Oneironautin werden.

Heute Nacht gab es bei mir mal wieder 'nen Pferde-Traum. Details lasse ich aus, relevant nur: Ich wollte satteln und fand keinen Sattel. *g Ich fand überhaupt keine Sättel, nirgendwo.

Mein Traum-ich dachte sich dann allerdings sinngemäß, um sich selbst zu beruhigen: "Ach, ist ja nur ein Traum - geh halt mal zum Gaul, vielleicht ist der Sattel ja schon drauf, manchmal ist das bei Träumen ja so." Und so war's auch. So weit, so unspektakulär. Ab und zu kapier' ich nämlich, dass ich mich gerade in 'nem Traum befinde. Warum das hier so war, weiß ich nicht.

Heute morgen erzählte ich dem Mann davon und er meinte, man könnte trainieren, luzide zu träumen und auch lernen, diese Träume bzw. deren Handlung zu beeinflussen. Absichtlich realisieren, dass man träumt, ginge, indem man die eigene Hand betrachtet und feststellt, ob die an einem Arm dran ist oder einfach so da ist. Beim Überprüfen dieser These [weil ich das schon gern "lernen" würde] fand ich ein paar Links, die auf jeden Fall interessant zu lesen sind:

* Einen Klartraum träumen [de.wikihow.com] mit vielen Trainingstipps basierend auf dem englischen Wikipedia-Artikel
* Klartraum auf der deutschen Wikipedia
* arte-FUTURE Das Geheimnis des Klartraums mit einigen kurzen Videos. Sieht vielversprechend aus, hab ich mir aber noch nicht angesehen

Das mit der Hand funktioniert also nicht einfach so für alle, aber da ich Schritt 1 ja schon mehrfach gemeistert habe [im Traum "aus Versehen" wissen/erkennen, dass ich träume], können 2 [aktiver Realitätscheck] und 3 [Handlungsbeeinflussung] ja nur noch Trainingssache sein. Los geht's!

PS: In Kalifornien ist es ab Dienstag erlaubt, selbstfahrende Autos auf öffentlichen Straßen zu testen, die dann bereits ab 2015 verkauft werden dürfen. Ich bin demgegenüber ambivalent und schwanke zwischen den üblichen Positionen "Cool! Weniger Unfälle, weniger CO2, weniger Benzinverbrauch." und "OMG, Dilemma-Situationen: moralische Entscheidungen, die von Algorithmen entschieden werden müssen!".
[Quelle: SZ]